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CFP Primitivismus intermedial_13 1 13_erg

»Primitivismus intermedial«
Tagung der SGAVL und der DGAVL an der Universität Basel, 3.-5. Oktober 2013

Konzeption und Organisation: Nicola Gess, Christian Moser, Markus Winkler

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Das Phänomen des Primitivismus in Kunst, Musik und Literatur der Moderne ist ein Arbeitsfeld, das für die Komparatistik besonders ergiebig zu sein verspricht, von ihr bislang aber nur in Ansätzen erforscht wurde. Im Primitivismus bündelt sich eine Vielzahl von Problemkomplexen, die eine vergleichende Vorgehensweise geradezu unabdingbar macht, sei dies auf dem Feld der interkulturellen Hermeneutik, der Wissensgeschichte oder der Intermedialitätsforschung. Insofern der Primitivismus eigene (europäische) Traditionszusammenhänge, Weltbilder und Denkmodelle in Frage stellt und mit einem ambivalent besetzten Bild des Anderen konfrontiert, berührt er die komparatistischen Forschungsbereiche der Imagologie und der Xenographie sowie der kulturellen Identitätsstiftung. Insofern er auf einem Wechselverhältnis von Ethnologie/Anthropologie, Kunstwissenschaften und Künsten basiert, ist auch die wissensgeschichtliche Perspektive hier von besonderem Interesse. Und insofern der Primitivismus der Moderne schließlich auch eine ausgeprägte intermediale Dimension besitzt, ist hier ebenfalls eine medienkomparatistische Analyse gefragt, die im Zentrum unserer Tagung stehen soll. Ging die Forschung lange Zeit davon aus, dass der Primitivismus eine primär bildkünstlerische Erscheinung war, so untersuchen neuere Ansätze nicht nur parallele Phänomene in anderen Künsten (etwa der Literatur, vgl. Schüttpelz 2005, Werkmeister 2010, Gess 2012), sondern legen vor allem auch die Vermutung nahe, dass sich der Primitivismus von Anfang an in einem Feld intensiven intermedialen Austauschs entwickelt hat. Die Arbeitshypothese, die unserer Tagung zugrunde gelegt wird, lautet daher: Intermedialität stellt für den modernen Primitivismus ein konstitutives und bestimmendes Moment dar. Unter dieser Prämisse soll untersucht werden, wie sich zu Beginn des 20 Jahrhunderts ein europäischer Diskurs des Primitivismus im Wechselspiel verschiedener künstlerischer und technischer Medien (Malerei, Plastik, Literatur, Musik, Theater, Film, Photographie) herausgebildet hat. Welche Rolle spielen Verfahren des Medientransfers und der intermedialen Collage für die Konzeptualisierung und Repräsentation des ‚Primitiven,’ z.B. in Stravinskys auf Musik, Tanz und „Bilder aus dem heidnischen Rußland“ setzenden
Sacre du Printemps? Welche innovativen Darstellungstechniken sind aus dem Zusammenspiel der verschiedenen Medien hervorgegangen, etwa in Versuchen ‚kubistischen’ Schreibens von Einstein bis Benn? Wie lässt sich die Wechselbeziehung zwischen künstlerischen Medien und Wissensmedien im Diskurs des Primitivismus beschreiben? Diese und ähnliche Fragestellungen sollen anhand von exemplarischen Fallstudien und theoretisch orientierten Beiträgen beleuchtet werden.

Die Tagungssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch. Die Länge der Vorträge ist auf jeweils 30 Minuten begrenzt. Themenvorschläge mit Abstract (im Umfang von maximal 1 Seite plus kurzer Auswahlbibliographie, Times New Roman 12, 1,5 Zeilen Abstand) werden in elektronischer Form an folgende Mail-Adressen erbeten:

nicola.gess@unibas.ch, Markus.Winkler@unige.ch, c.moser@uni-bonn.de

Einsendeschluss ist der 15. März 2013.




 

 


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